Hausaufgabe

Wir haben uns diese Woche mit dem Thema „Das deutsche Haus“ beschäftigt und diesen Text gelesen. Dann haben wir bei Quizlet eine Vokabelliste erstellt.
Bitte lernt die Wörter bis Donnerstag und schreibt einen Text mit dem Titel „Mein Haus, meine Straße, meine Stadt/mein Dorf“ – gerne auch mit Fotos.

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Verlieren

Hier ist noch ein Text von Angela, die erzählt, wie sie einmal einen Handschuh verloren hat. Diesen Text finde ich besonders bemerkenswert, weil die Studentin erst letztes Jahr mit dem Studium der deutschen Sprache begonnen hat.

Verlieren

11. Januar 2014, Samstag, 19 Uhr 30
Heute muss ich mich mit einer Freundin, Erika, im Zentrum treffen. Wir gehen in einer Kneipe zu Abend essen.
Es ist sehr kalt, deshalb nehme ich meinen Hut, meinen Schal und meine Handschuhe.
Sie sind alle aus Wolle: der Hut ist schwarz, der Schal ist gestreift schwarz, weiβ und rot, und die Handschuhe sind rot.
Ich gehe aus dem Haus und steige in den Bus ein.

19 Uhr 50
Ich komme in der Kneipe an, und Erika ist schon dort.
Wir sitzen und ich lege den Hut, den Schal und die Handschuhe in meine Tasche.
Wir essen und sprechen über viele Sachen.
Die Kneipe ist sehr schön, und der Kellner freundlich; das Essen schmeckt mir sehr.

22 Uhr 30
Wir wollen in der Altstadt spazieren gehen. Wir bezahlen und gehen raus.
Ich friere, deshalb ziehe ich meinen Hut und meinen Schal an.
Ich suche auch meine Handschuhe, aber ich finde nur einen. Wo ist mein linker Handschuh?

Ich leere meine Tasche aus, aber er ist nicht dort.
Erika und ich gehen wieder in die Kneipe und suchen den Handschuh.

23 Uhr
Wir haben überall gesucht, aber wir finden den Handschuh nicht.
Wir fragen einen Kellner, aber er hat ihn nicht gesehen.

Ich bin ein bisschen traurig, weil die Handschuhe ein Geschenk von meinem Bruder sind.
Erika und ich gehen nach Hause; meine linke Hand ist gefroren!

13. Januar 2014, Montag, 10Uhr
Ich kaufe im Zentrum ein neues Paar Hnadschuhe. Sie sind aus Wolle und schwarzweiβ.
Ich trete in die Kneipe, wo Erika und ich am Samstag gewesen sind, um einen Tee zu trinken.
Aber, was sehe ich auf einem Tisch? Das ist mein linker Handschuh!

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Etwas verlieren

Wir haben im Unterricht die Geschichte „Verlieren“ aus dem Band Die Blaumacherin von Leonhard Thoma gelesen.
Anschließend haben die Studenten eigene Erfahrungen mit dem Thema „Verlieren“ aufgeschrieben. Ein schönes Beispiel ist dieser Text von Daniele.

Jeden Tag verliere ich etwas Wichtiges. Manchmal ist es kein Problem, manchmal ist es ein großes Problem.
Als ich in Berlin war, fuhr ich immer mit der U-Bahn. Jeden Tag kaufte ich eine oder mehrere Fahrkarten. Am Freitag Abend wollte ich mich mit meinen Freunden treffen. Ich hatte eine Fahrkarte am Wittenbergplatz gekauft, um zum Zoologischen Garten zu fahren, dann musste ich umsteigen und mit der S-Bahn zum Savignyplatz fahren.
Als ich als ich in die S-Bahn eigestiegen war, sah ich 5 Polizisten. Ich war sicher, dass die Fahrkarte noch in meiner Jacke war. Plötzlich stieg ein Mann an der dritten Station ein, er trug einen Ausweis um den Hals und sagte laut “Fahrkarten bitte! “ . Er lief mit den Polizisten durch den Zug. Ich suchte meine Fahrkarte überall, aber ich konnte sie nicht finden. Schnell sind sie immer näher gekommen. Als ich dran zu kontrollieren war, kommen sie zu mir. Wir waren fast an der nächsten Station angekommen, und als der Mann mich nach der Fahrkarte gefragt hatte, ging die Tür auf. Das war meine Chance, ich bin raus gesprungen, und ganz schnell weg gelaufen. Als ich nicht mehr auf dem Bahnhof war, nahm ich meine Zigarettenpackung, und was gab es da drinnen? Die Fahrkarte. Das war nicht lustig!

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Slam Poetry mit Julia Engelmann

Hallo,
wir beginnen das Semester mit Slam Poetry. Schaut und hört euch bitte dieses Video an, damit wir nächste Woche darüber sprechen können. Macht euch bitte schon mal Gedanken zu folgenden Fragen: Werden in dem Text Situationen oder Gefühle beschrieben, die ihr kennt? Welche Teile des Textes haben euch am besten gefallen? Was bedeuten“ Jugend“ und „jung sein“ für euch? Das Video wurde über 5 Millionen mal auf Youtube geklickt. Warum ist das Video so erfolgreich?

Da Julia Engelmann ziemlich schnell spricht, habe ich eine Transkription zum Mitlesen gemacht.
– – –
Begrüßung:

Hallo,
ich bin allerdings keine Tänzerin, sondern Studentin.
Wartet, jetzt sage ich noch das Fach, ich studiere Psychologie.

Mein Text heißt: “One Day / A reckoning text” und orientiert sich an einem Popsong oder einem Remix, den ihr vielleicht kennt. Und für alle, die ihn nicht kennen oder vielleicht auch so, singe ich die Zeile, auf die ich mich beziehen werde, noch einmal – jetzt.

(Sie singt)

Ach her je! Nein, nein, nein, so war das alles nicht geplant.

Der Text:

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein
und dann an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.

Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn es um Selbstbetrug geht,
bin ein Kleinkind vom feinsten, wenn ich vor Aufgaben stehe,
bin ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinsten was reißen,
Lass mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein anderer ihn lebt.
Und ich denke zu viel nach, ich warte zu viel ab,
ich nehme mir zu viel vor und ich mach davon zu wenig,
ich halt mich zu oft zurück, ich zweifle alles an,
ich wäre gerne klug – allein das ist ziemlich dämlich.
Ich, ich würde gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil
wenn ich das alles sagen würde, wäre das viel zu viel.
Ich würde gern so vieles tun, meine Liste ist so lang,
aber ich werde eh nicht alles schaffen, also fange ich gar nicht an.

Stattdessen hänge ich planlos vorm Smartphone, warte bloß auf den nächsten Freitag. Ach, das mache ich später, ist die “Baseline” meines Alltags.
Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund
ich bin so furchtbar faul, mein Patronus ist ein Schweinehund
Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin, das spare ich immer, falls ich es nochmal brauch.

Und eines Tages, Baby, werde ich alt sein, oh Baby, werde ich alt sein
und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.

Und du, du murmelst jedes Jahr neu an Silvester
die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas
und Ende Dezember stellst du fest, dass du recht hast,
wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.
Dabei sollte 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden:
Du wolltest abnehmen, früher aufstehen,
öfter raus gehen, mal deine Träume angehen,
mal die Tagesschau sehen, für mehr Smalltalk-Allgemeinwissen.
Aber so wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast,
kam dir wieder mal dieser Alltag dazwischen.
Unser Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft uns auf.
Unser Dopamin das sparen wir immer, falls wir es noch mal brauchen.
Und wir sind jung und haben viel Zeit.
Warum sollen wir was riskieren?
Wir wollen doch keine Fehler machen,
wollen doch nichts verlieren.
Und es bleibt so viel zu tun,
Unsere Listen bleiben lang
und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land.

Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein
und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.

Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen,
werden traurige Konjunktiv sein wie:
Einmal bin ich fast einen Marathon gelaufen
und hätte fast die Buddenbrooks gelesen.
Und einmal wäre ich beinahe,bis die Wolken wieder lila waren,
noch wach gewesen
Und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert
und gesehen, wir sind die gleichen.
Und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten
– werden wir sagen.
Und dass wir bloß faul und feige waren,
das werden wir verschweigen,
und uns heimlich wünschen
noch ein bisschen hier zu bleiben.
Wenn wir dann alt sind, und unsere Tage knapp,
und das wird sowieso passieren,
dann erst werden wir kapieren,
wir hatten nie was zu verlieren,
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selber wählen.
Also, lass uns doch Geschichten schreiben,
die wir später gerne erzählen.

Lass uns nachts lange wach bleiben,
aufs höchste Hausdach der Stadt steigen,
lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen.
Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen,
sehen wie sie zu Boden reisen,
und die gefallenen Feste feiern,
bis die Wolken wieder lila sind,
und lass mal an uns selber glauben.
Ist mir egal, ob das verrückt ist.
Und wer genau guckt, sieht,
dass Mut auch nur ein Anagramm von Glück ist.
Und wer immer wir auch waren,
lass mal werden, wer wir sein wollen.
Wir haben schon viel zu lang gewartet,
lass mal Dopamin vergeuden.
Der Sinn des Lebens ist leben,
das hat schon Casper gesagt.
Lets make the Most of The Night,
das hat schon Kescher gesagt.
Lass uns möglichst viele Fehler machen
und möglichst viel aus ihnen lernen.
Lass uns jetzt schon Gutes säen,
damit wir später Gutes ernten.
Lass uns alles tun, weil wir können und nicht müssen.
Weil jetzt sind wir jung und lebendig,
und das soll ruhig jeder wissen.
Und unsere Zeit, die geht vorbei,
das wird sowieso passieren,
und bis dahin sind wir frei,
und es gibt nichts zu verlieren.
Lass uns uns mal demaskieren
und dann sehen, wir sind die gleichen.
Und dann können wir uns ruhig sagen,
dass wir uns viel bedeuten,
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selber wählen.
Also los, schreiben wir Geschichten,
wie wir später gerne erzählen.

Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein, und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.

Danke!

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Wie klingt der Schnee?

Schaut euch bitte dieses Szene aus dem Film „Jenseits der Stille“ an und schreibt eine Regieanweisung dazu. Ihr könnt so anfangen: Wir sehen einen Hausflur von innen. Die Haustür geht auf. Ein Mädchen kommt herein. …

Hier sind noch Wörter und Ausdrücke, die ihr verwenden könnt:

zu einem Schuppen gehen / sich küssen / das Licht ein- und ausknipsen / mit der Mutter, mit dem Vater sprechen /die Gebärdensprache (linguaggio gestuale) / gebärden (fare gesti) / nach draußen sehen / ein Fahrrad reparieren / die Hände heben / die Finger bewegen / einen Finger an die Lippen legen

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Nach einer langen Pause …

geht es jetzt auf diesem Blog wieder weiter.

Die Marken, eine relativ unbekannte Region in Deutschland, haben jetzt eine deutsche Seite bei Facebook. Dort findet ihr viele schöne Fotos mit kurzen Texten auf Deutsch.

Da viele Studierende bei den deutschen bzw. italienischen Namen von Regionen und Bundesländern Schwierigkeiten haben, habe ich dazu bei Quizlet zwei Listen gemacht: Italiens Regionen auf Deutsch und Deutsche Bundesländer auf Italienisch.

Und zuletzt noch einen schönen Text, den meine Studentin Matilda geschrieben hat.

Cagli

Ich wohne in Cagli, eine kleine Stadt in Mittelitalien. Sie liegt in der Region der Marken und befindet sich 30 Minuten von Urbino. 9000 Einwohner leben hier.

Die Stadt liegt neben dem Bergen Catria, Nerone und Petrano. Zwei wichtige Flüsse, die hier fließen, sind der Bosso und der Burano. Im Sommer baden viele Leute in diesen Flüssen: sie sind eine natürliche Attraktion!

Die Stadt ist kein Industrie Zentrum; die wichtige Industrie ist „Cariaggi“, eine bekannte Weberei.

Viele Touristen besichtigen Cagli, um seine Sehenswürdigkeiten zu sehen, bzw. die 14 Kirchen, das berühmte Theater, das Rathaus, die römische Brücke und anderes. Das Wahrzeichen der Stadt ist der „Torrione“, ein von Francesco di Giorgio Martini entworfener Turm.

Das bekannteste Volksfest ist der „Palio dell’Oca“. Der Palio findet im August statt. Die 4 Stadtviertel haben 4 Mannschaften, die das traditionelle „gioco dell’oca“ spielen. Das Stadtzentrum ist geschmückt und am Abend kann man in den Tavernen Spaß haben. Die Leute können tanzen und Spezialitäten essen, wie bzw. „Piadina“, „Polenta“ und Nudeln. Jeder Einwohner nimmt an diesem Ereignis teil: das ist die schönste Woche des Jahres!

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Nomen-Verb-Verbindungen

Es gibt auf den Seiten des IIK eine Übung zu Nomen Verb Verbindungen, die ich mit den Studenten des Wirtschaftskurses aus der „Laurea Specialistica“ gemacht habe. Damit sie die Funktionsverbgefüge aus der Übung zu Hause wiederholen und besser lernen können, habe ich bei Quizlet eine Vokabelübung dazu gemacht.

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